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Ausgabe 1 / 03

Das Infoblatt von forum-airbrush.de im Internet

Ausschließlich kostenfrei erhältlich als PDF-Datei im Internet unter www.forum-airbrush.de
Redaktionelle Mitarbeiter sind uns jederzeit Willkommen. Informationen zu Events, Messen etc. bitte ausschließlich an die e-Mail-Adresse: 
kunst@netwelt.net.
Dieses Infoblatt lebt ausschließlich von denjenigen die bereit sind für andere etwas zu tun - Jeder ist aufgefordert!

Preis: Unbezahlbar, daher kostenfrei

Von Null zur Farblehre

Ein Erfahrungsbericht - Teil 1

Step by Step - Chips

Von Hermann W. Tesmer Teil 1

Co- Airbrushing

Von Tom Hanyecz (Schweiz)

Frauen-Power

Interview Iris Fanderl, Ingolstadt

Airbrush Total - ADE

Einstellung der Zeitschrift AT

IllumaAir

Eine Farbe stellt sich vor

Wolken - Los !

Wolken Freihand brushen - Step

Lehrbücher

Für Einsteiger - Top oder Flop?

Gewinnspiel

Gewinne eine IW

AT

A HP-CRI von Geckler 

Airbrush in Uhingen

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foruMssss

Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

Vorwort

Da ist es also nun, unsere erste 
Ausgabe des Infoblattes von fo-
rum-airbrush.de.

Was ist dieses Infoblatt nun 
denn eigentlich? Soll es als 
Konkurenz zu den Airbrushzeit-
schriften gesehen werden? 

Nun, beileibe nicht, dafür wür-
den wir auch wahrscheinlich zu 
wenig Zeit für die Recherche, 
Ausarbeitung und Themenver-
folgung aufwenden können. Wir 
haben uns einfach gedacht ein 
kleines Journal von Nutzern für 
Nutzer zu machen, wie im Forum 
ja bereits angekündigt. Mit ganz 
einfachen Themen die allein auf 
eurem und unserem Mist wach-
sen - ihr merkt also schon.. ob 
dieses Infoblatt bestand haben 
wird liegt hauptsächlich in euren 
Händen. Wir dachten uns, es wä-
re auch mal ganz schön etwas in, 
zumindest über den heimischen 
Drucker, erstellbarer und archi-
vierbarer Form zu haben. Daher 

der Gedanke an 
ein Infoblatt wie 
es hier entstehen 
soll.

Das Blatt hat 
kein feststehen-
des Format und 
keine festgelegte Seitenzahl, 
erscheinen kann es regelmässig 
oder eben je nach Beiträgen die 
uns erreichen. Mehr als einmal 
im Monat fi nden wir dann aber 
doch wieder übertrieben. Was 
gehört also in dieses Infoblatt? 
Ganz einfach: Jeder von euch 
geht mal auf Events, Messen 
oder Ausstellungen, egal ob re-
gional oder Irgendwo - ein paar 
Bilder geschossen und ein klei-
ner Bericht.. schon freuen sich 
alle. Natürlich geht das auch 
wenns eure eigene Ausstellung 
ist. Oder Erfahrungsberichte, 
egal ob Anfänger oder Fortge-
schrittener - lasst die Anderen 
teilhaben! Wollt Ihr Bilder von 
euch zeigen.. her damit! Habt ihr 
News oder Infos? Her damit... 

Was soll dieses Blatt?

Keinesfalls wollen wir damit unseren 
etablierten Zeitschriften Konkurenz 
machen. Vielmehr möchten wir un-
seren Nutzern mit diesem Blatt ein 
kleines Infowerk an die Hand geben, 
dass auch einmal aussgedruckt wer-
den kann und Kurzweile beinhalten 
soll.

Gleich Vorneweg: wir brauchen hier 
nicht unbedingt die redaktionell tollen 
Profi artikel - sollte sich jemand fi n-
den.. TOLL! In erster Linie wollen wir 
euch ein Medium für EUCH zur Verfü-
gung stellen. Ähnlich wie das Forum 
wird das nur funktionieren wenn sich 
viele dran beteiligen.

Egal ob Anfänger, Fortgeschrittener 
oder Profi  - jeder erlebt in seinem tag-
täglichen Umgang mit dem Airbrush 
viele Geschichten und Anektoden, die 
es wert sind auch den Anderen ein-
mal zugänglich gemacht zu werden. 
Egal ob es der Anfänger ist der seine 
Ausrüstung sucht und dabei einiges 

erlebt, ob ihr bei einem Event oder ei-
ner Ausstellung gewesen seit oder ob 
ihr sonstige Erlebnisse habt. Vieles 
interessiert andere auch. Man muss 
es nur mal aufschreiben. Natürlich 
könnt ihr auch mal eure Werke den 
Mitlesern präsentieren - Anfängerwer-
ke sind hier auch gefragt...

Keiner braucht - wie im Forum auch 
- Angst haben ausgelacht oder ver-
spottet zu werden. 

Natürlich sind auch eure Erfahrungen 
im Umgang mit Produkten oder Gerä-
ten gefragt, diese werden wir, auch 
anonym wenns sein muss, gerne 
prüfen und aufnehmen. Also, keine 
Scheu, es gibt viel Interessantes 
was nur mal aufgeschrieben werden 
muss.

Alles ist interessant und wir suchen 
Material ausschliesslich aus euren 
Reihen - von der Szene für die Szene, 
wenns klappt und viele mitmachen 
sicher eine tolle Sache. Also... „Auf 
geht‘s“.....

Inhalt

Vorwort   2
Inhaltsverzeichnis  

2

Impressum  

 

2

Was soll diese Blatt?   

2

Co-Airbrushing   3
Veranstaltungen   3
Airbrush Total - ADE   

3

Step Chips Teil 1 

 

4

Von Null zur Farblehre 

8

Home Learn Airbrushnägel 

9

Gewinnspiel IWATA HP-CRI 

9

Frauen Power  - Interview 

10

Weiß oder nicht Weiß   

13

Vorstellung - IlumaAir   

14

Lehrbücher für Einsteiger 

15

Wolken - Los! Anfängerstep  17

Titelbild:

„Candles“

Wir bedanken uns bei Ingo Kör-
ner für die Genehmigung des Ab-
drucks.

Impressum

Verantwortlich für Forumssss ist die 
NetWelt IC / AKD in Reichertshofen
Tel.: +49-(0)8453-336933
Fax: +49-(0)8453-3399493
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Das Blatt wird ausschließlich als 
PDF und kostenfrei über www.forum-
airbrush.de vertrieben.

Alle Rechte sowie Copyrights liegen 
bei der NetWelt IC bzw. bei den Ver-
fassern der einzelnen Artikel

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se, außer für den eigenen, privaten 
Gebrauch, bedürfen der Zustimmung 
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Abgedruckte Artikel werden von Nut-
zern eingesandt und bearbeitet. Sie 
spiegeln nicht unbedingt die Meinung 
des Herausgebers wieder.

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foruMssss

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Ausgabe  1 / 03

Co-Airbrushing

von Tom Hanyecz

Seit einiger Zeit verbringe ich 
meine Freizeit mit meinen neu-
en Freunden Badger, Iwata und 
H&B. Am Morgen, am Abend, 
beim Essen oder vor dem 
Schlafen, alles dreht sich um 
Pistolen, Farben und Masken. 
Obwohl, 
mein einziger Versuch 
selber zu airbrushen endete mit 
dem perfekten Klecks.

Ich bin zu Co-Airbrusher mu-
tiert.

Das Airbrush-Grundset, das 
meine Frau von Ihrer Familie 
bekam, machte den Anfang. 
Das Mansardezimmer wurde 
freigeschaufelt und los ging’s. 

Sehr schnell war das Set nicht 
mehr befriedigend. Wer kann 
schon mit einer Single-Action-
Pistole Kunstwerke erschaffen? 
Also kam eine neue Badger zu 

uns nach Hause. Wir nennen sie 
Traktor. Sie kann wahlweise als 
Totschläger oder für ganz feine 
Striche ab fünf Millimeter einge-
setzt werden. Oh, dann wurde es 
richtig schön. Ich erinnere mich  
noch an die leuchtenden Augen 
meiner Frau, als Sie mir zärtlich 
sage. „Tom, die Micron ist einge-
troffen“. Nur wenige Tage später 
sah ich meine Frau wieder und 
somit auch die ersten Ergebnis-
se mit der Micron. Wow!! Aber 
vielleicht etwas zu fein?? Ja ja, 
da musste noch etwas zwischen 
Traktor und  Micron sein. Es war 
ganz kurz eine Focus bei uns 
zu Hause. Das war aber so eine 
hakeklige Zicke, dass sie schon 
nach 4 Wochen wieder draussen 
war. Jetzt ist die HP-B bei uns 
und die Ruhe ist eingekehrt.

Und  ich  tue  was 
ein Mann tun muss!
Zuhören. *grins*

Veranstaltungen

Airbrush Total - ADE

Nun ist es also raus - eine der beiden 
Airbrush-Zeitschriften in Deutschland 
hat ihr Dasein beendet. Der HCM-
Verlag hat die Aufl age der AT abge-
brochen und eingestellt. Ein herber 
Verlust der vornehmlich den Anfänger 
und Fortgeschrittenenbereich trifft.

Schade ist vor allem das WIE. Keine 
Aussagen noch in der Ausgabe 1/03, 
keine Aussage innerhalb der Inseren-
tenszene, noch bei denen die sich in 
den letzten Monaten stark um die AT 
engagiert hatten und mit Rat und Tat 
wieder zu einem anerkannten Image 
des Blattes beigetragen haben.

Über die Gründe kann man an die-
ser Stelle nur spekulieren. Da vom 
Verlag nie Aussagen über Aufl agen-
stärke, Verbreitung oder verkaufte 
Stückzahlen zu erhalten waren, 
außer den Zahlen die man offi ziell 
bekommen kann, steht sicher un-
bestritten fest das sich ein solches 
„Nischenblatt“ hauptsächlich von der 

Anzahl und Stärke der Inserate fi nan-
ziert. Hier ist wahrscheinlich auch der 
Grund für die Einstellung zu fi nden.

Gut, kann man sagen, die allge-
meine Wirtschaftslage ist nun mal 
zur Zeit nicht die Beste, aber wir 
beobachten auch zunehmend und 
mit Sorge den allgemeinen „Geiz 
ist geil“-Trend in der Airbrushszene. 
Immer mehr werden dadurch Händ-
ler gezwungen Produkte auf Kosten 
der Spanne „billiger“ zu machen, an 
Werbekosten einzusparen, Ladenge-
schäfte dicht zu machen usw. usw. 
Jeder ist irgendwie nur noch auf ein 
„Schnäppchen“ aus, was mensch-
lich durchaus nachvollziehbar ist.

Die Frage bleibt: wo führt das in Zukunft 
noch hin. Werkzeuge werden wegen 
des Käuferdrucks billiger, heisst auch 
qualitativ schlechter, produziert, Im-
mer mehr wandern dazu aus über In-
ternet zu verkaufen, der Service lässt 
immer mehr nach und.. und.. und..

Qualität hatte schon immer ih-
ren Preis, daran wird sich auch in 
Zukunft nichts ändern. Und wer 
glaubt mit dem Hobby Airbrush ein 
preisgünstiges Hobby zu betreiben 
wird sich auch in Zukunft getäuscht 
haben. Vielleicht sollten wir alle ein-
mal wieder ein wenig umdenken...

Zum Denkanstoß von unserer Seite 
aus nochmal das wohl letzte Cover 
der Airbrush Total Ausgabe 1/03:

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foruMssss

Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

Chips - Teil 1

Geschrieben, fotografi ert und 
erläutert von Hermann W. Tesmer

Schwierigkeit: 

Fortgeschrittene

Allgemeines:

Die angegebenen Farbmischungen 

werden in Teilen angegeben und 

sind nur Anhaltspunkte, man sollte 

die Farben nach den Referenzfotos 

anmischen, näherungsweise kann 

man von Tropfen ausgehen. Das 

angemischte Neutralgrau sollte 

keinen Farbstich haben, also 

weder grünlich noch rötlich sein 

(durch Ausziehen der stark mit 

Wasser verdünnten angemischten 

Farbe mit dem Pinsel auf einem 

Stück Papier kann man einen 

vorhandenen Farbstich besser 

erkennen). Der beigemischte 

Isopropylalkohol dient vor allem 

zur schnelleren Trocknung der mit 

Wasser höher verdünnten Farben 

(man kann ihn auch weglassen), 

Rauchen und offenes Feuer 

sollte man dabei auf jeden Fall 

vermeiden, eine gute Lüftung 

(evtl. sogar Atemmaske) sollte 

vorhanden sein. Ich übernehme 

keine Haftung für Schäden (auch 

gesundheitliche) oder dem Gelingen 

der Illustration, die Nacharbeitung 

erfolgt auf eigene Gefahr. 

Vorbereitung:

Nachdem ich einige Referenzfotos 
von einer aufgerissenen Chips-
Tüte mit der Digitalkamera 

aufgenommen, am Rechner mit 
Photoshop bearbeitet und mit 
verschiedenen 
Belichtungs-
werten am 
Fotodrucker 
ausgedruckt 
habe, erstelle ich 
die Vorzeichnung 
auf Transparent-
papier mit einem TK-Bleistift 
H2. Die Fotoausdrucke dienen 
mir beim Malen als Referenz für 
die Farbgebung und die Form.

Die Vorzeichnung übertrage ich 
auf den Karton, indem ich den 
Graphitstaub, der beim Spitzen der 
TK-Bleistifte entsteht und sich im 
TK-Spitzer ansammelt, dünn auf 
die Rückseite (!) der Vorzeichnung 
mit einem Küchentuch verreibe 
(Bild 1) und anschließend das 
Transparentpapier mit Hilfe 
eines Malerkreppbands (oder 
ein Stückchen Maskierfi lm  bzw. 
ein anderes schwach klebendes 
Klebeband) auf dem Karton 
fi xiere und die Vorzeichnung mit 
dem H2 TK-Stift nachzeichne. 
Das Ergebnis sollte eine schwach 

sichtbare Strichzeichnung auf 
dem Reinzeichenkarton sein 

(Bild 2, Kontrast im Bild zur 
besseren Darstellung erhöht).

Von der Verwendung sogenannter 
Graphitstifte rate ich ab, da 
der aufgetragene Graphitbelag 
eigentlich viel zu „fett“ ist und 
es eventuell (Haft-) Probleme 

mit den Acrylfarben geben könnte.

Außenseite der Chipstüte:

Ich klebe den kompletten Karton 
mit Maskierfolie ab und schneide 
mit dem Skalpell alle Linien der 
Illustration. Dabei sollte man nur 
die Folie schneiden und nicht den 
Karton.

Material:

Untergrund Crescent Board, ca. DIN A3; Transparentpapier;  

Radierstifte; Knetradierer 

 

 

TK-Bleistift Stärke H2, HB; Skalpell und Klingen; Küchentuch 

Maskierfi 

lm 

    

Pinsel Da Vinci Maestro, Größe 10

Farben:

Schmincke Aerocolor 

Neutralgrau 

- 1 T Grundfarbe Grün : 1 T Grundfarbe Magentarot

 

 

 

 

Grün   

- 1 T Grundfarbe Cyanblau : 4 T Grundfarbe Grün

 

 

 

 

Siena   

- 8 T Indischgelb : 2 T Grundfarbe Orangerot : 1 T Sepiabraun

 

 

 

 

Neapelgelb 

- 1 T Weiß : 20 T Grundfarbe Gelb : 1 Caput Mortuum

Außerdem:   

 

Scharlachrot, Grundfarbe Gelb, Umbra Grundmedium

Sonstiges: 

 

 

Isopropylalkohol 70 %, Nikon Coolpix 880, Drucker Epson, Dest. Wasser, PC

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Ausgabe  1 / 03

Ich werde lasierend arbeiten und von Dunkel nach 
Hell. Der Maskierfi lm wird zuerst an den dunkelsten, 
fast schwarzen Stellen in der Tüte entfernt und diese 
mit Neutralgrau, dem ich 3 Teile destilliertes Wasser 
und 1 Teil Isopropylalkohol zugebe, gesprüht (Bild 3, 
Detail Bild 3a). 

Alle rote Stellen an der Außenseite der Tüte werden 
nacheinander freigelegt und wieder mit Neutralgrau 
(diesmal 4 Teile Wasser und 1 Teil Isopropylalkohol) 
von Dunkel nach Hell angelegt. Für die Feinheiten 
und Strukturen sorgt ein Radierstift (Spitze „scharf“ 
geschnitten) und eine scharfe Skalpellklinge (dabei 

nicht den Karton verletzen), wobei es 
wichtig ist, nicht zu dunkel zu werden 
und so fein wie möglich zu arbeiten ( die 
komplette Illustration ist etwas kleiner 
als DIN A 4!). Das „PS“ am unteren 
Ende der Tüte ist noch abgeklebt, ich 
habe den Sprühnebel von der Maske 

entfernt. Mit dem restlichen Neutralgrau lege ich auch 
den Formschatten der Tüte gleich an (Bild 4, Detail 
Bild 4a).

Mit Scharlachrot (+ 3T Wasser + 1T Alkohol.) werden 
die grau angelegten 
Flächen übersprüht. 
Dabei sollte die 
bereits gemalte 
Struktur erhalten 
bleiben. Highlights 
werden wieder mit 
Radierer und Klinge 
herausgearbeitet 
und nochmals mit 
dem lasierenden 
Scharlachrot eingefärbt. Dies wird solange wiederholt 

bis Farbe und Glanz mit den Referenzfotos 
übereinstimmen (Bild 5, Detail Bild 5a).

 

Nun wird das „S“ und der noch sichtbare kleine Teil 
vom „P“ am unteren Tütenrand von der Maskierfolie 
befreit und mit dem Neutralgrau von Bild 4 gesprüht. 
Randschärfe und Highlights werden wieder radiert 
bzw. mit der Klinge geschabt (Bild 6, Detail Bild 6a).

 

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Ausgabe  1 / 03

Alles bisher gemalte (Bild 7, Detail Bild 7a).

Jetzt wird alles wieder mit Maskierfi lm abgeklebt 
und im Bereich der gelben Flächen das kleine helle 
„Dreieck“ freigelegt. Mit der schon vorher verwendeten 
Neutralgrau-Wasser-Mischung wird die kleine Fläche 
angelegt. Der Radierstift (immer schön gespitzt) sorgt 
auch hier für Schärfe und Licht (Bild 8).

Gelb:

Zunächst wird die 
soeben angelegte 
graue Fläche wieder 
maskiert und nur 
die gelben Flächen 
freigelegt.

Mit Siena (1T 
Wasser dazugeben) 
wird nun die 
ganze Fläche so 
gesprenkelt, daß die Sprenkel vom Vordergrund der 
Tüte nach hinten hin immer kleiner werden. Ich knicke 
dazu den Luftschlauch ab und variiere somit die 
Luftzufuhr (große Sprenkel - wenig Luft, viel Farbe; 
kleine Sprenkel - mehr Luft, weniger Farbe). Dann 
wird die Farbe im Napf der Pistole mit Wasser weiter 
verdünnt (ca. 3-4T Wasser und 1T Alkohol dazu) und 
die Folienstruktur gesprüht. Mit Radierstift helle Stellen 
einradieren (Bild 9).

Nun werden die dunkleren Stellen mit derselben Siena-
Wasser-Mischung noch verstärkt (freihand) und der 
Formschatten der Chipstüte angelegt. Die Highlights 
werden wieder radiert. Mit Neapelgelb wird nochmals 
über die angelegten gelben Flächen leicht gesprenkelt 
(nicht zu viel, Neapelgelb ist durch die Zugabe von 
Weiß eine deckende Farbe und kann alles vorher 
Angelegte überdecken, also lieber etwas dafür Zeit 
lassen, die bereits gemalte Struktur und Farbgebung 
sollte deutlich sichtbar bleiben).

Nach dem 
Trocknen wird 
der Maskierfi lm 
von den roten 
Farbfl ächen 
entfernt und im 
gelben, soeben 
gemalten Bereich 
mit Siena (wie 
gerade) die 
Folienstruktur 
vor allem im 
Übergangsbereich Rot-Gelb und der Formschatten 
der Tüte angepaßt. Klinge und Radierer sorgen für die 
Highlights. Im Bild habe ich die Masken des unteren 
Teils der Tüte entfernt und die Folienränder vom 
Overspray soweit wie möglich befreit (Bild 10).

Grüne Schrift auf Chipstüte:

Aus 1T Cyanblau und 4T 
Grün Grundfarbe mische 
ich mir den Grünton der 
Tütenbeschriftung. Die 
Maskierfolie wird im oberen 
Alubereich der Chipstüte bis 
auf das eine Stückchen (es 
bleibt Weiß) entfernt (die 
Filmstücke aufheben, sie 
werden im nächsten Schritt benötigt). Mit meinem 
DaVinci Rotmarderpinsel der Größe 10 simuliere 
ich die Schrift entlang meiner Hilfslinien in der 
Vorzeichnung. Entscheidend für das Gelingen der 
Pinselei ist hier ein sehr guter (und leider auch sehr 
teurer) Pinsel, der eine ordentliche Spitze formt 

und dies funktioniert 
eben nur mit einem sehr 
hochwertigen Pinsel (ihr 
könnt natürlich auch eine 
kleinere Pinselgröße 
verwenden, wer aber 
das Malen feinster Linien 
mit so einer Pinselgröße 
beherrscht, der muß nicht 

alle paar Sekunden neue Farbe aufnehmen und wird 
selten noch einen kleineren benötigen – ich male alle 
feinen Linien mit diesem Pinsel !).Zum Schluß werden 
die Bleistift-Hilfslinien mit dem Knetradierer vorsichtig 
ausradiert (Bild 11, Bild12 zeigt die „Schrift“ im Detail).

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Ausgabe  1 / 03

Anlegen der Folienstruktur im Schriftteil:

Zuerst wird die Vorzeichnung vorsichtig radiert 
(Knetradierer), so daß sie nur noch ganz schwach 
zu erkennen ist (dabei aber nicht die grüne Schrift 
ausradieren !). Mit einem Stück neuer Maskierfolie 
wird alles außer dem anzulegenden Alubereich 
wieder maskiert (es ist also nur der Teil um die Schrift 
freigelegt). Mit der Neutralgrau-Wasser-Alkohol-
Mischung aus Bild 4 werden die einzelnen Grautöne 
gesprüht (von Dunkel nach Hell), indem ich die „alten“ 
Filmstücke zuerst wieder einsetze und nacheinander 
entferne. Highlights werden wieder radiert (Bilder 13 
– 14).

 

 

Bild 15 zeigt das bisher Gemalte nach dem Entfernen 
der Maskierfolie.

Chips:

Neuen Maskierfi lm aufziehen und die „Außenseite“ 
der Tüte wieder maskieren. Zuerst werden wieder die 
dunkelsten Flächen auf der „Innenseite“ der Tüte mit 
der Neutralgrau-Wasser-Alkohol-Mischung gesprüht 
(Bild 16).

 

 

Die Chips werden nun 
der Reihe nach von 
hinten nach vorne 
aufgedeckt und mit 
Siena unverdünnt 
gesprenkelt und 
anschließend der 
jeweilige Formschatten 
mit verdünntem Siena 
gesprüht (Bild 17). 

Mit Radierstift und Klinge werden die Strukturen und 
Formen der einzelnen Chips weiter ausgearbeitet (Bild 
18 bis 21).

 

 

 

 

Das sollte für den Anfang erstmal reichen. Den 2. Teil 
des Steps fi ndet ihr dann in der nächsten Ausgabe. Bis 
dahin - viel Spaß beim Üben!

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Ausgabe  1 / 03

VON NULL BIS ZUR FARBENLEHRE

Fernkurs „ Airbrush Basis“ beim ATC - Teil 1

Immer wieder stehen Anfänger und Fortgeschrittene irgendwann vor den Problemem „wie fange ich an“ 
oder „wie mache ich weiter“ - Abhilfe schaffen hier entweder Schulungen oder Workshops wie sie angebo-
ten werden, ein Studium (leider nur in Bochum möglich) oder auch ein angebotenes Fernstudium beim ATC 
von Dirk Galle. Neben freier Zeiteinteilung wird hierbei auch eine fachkundige Korrektur der entstandenen 
Übungsbeispiele geboten. Wie beim „Erwachsenenlernen“ aber üblich, gibt es auch ein paar Nachteile, die 
ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollen. 

Unsere Forumsnutzerin Brigitte Hanyecz aus Solothurn in der Schweiz hat ein solches Studium vor Kurzem 
begonnen und sich bereit erklärt ihre Erfahrungen anderen Nutzern in Form von weitergeführten Erfah-
rungsberichten zur Verfügung zu stellen. Lest hier also den ersten Teil dieses Berichtes.

Wozu brusht jemand das Wort 
„Airbrush“ ungefähr 30 mal,  erstellt 
selber einen Farbkreis, oder mischt 
Farben an, wenn man letztere 
doch auch fi x fertig kaufen könnte? 
- Vielleicht ist es auf Grund der 
Teilnahme am Fernstudiengang 
„Airbrush Basis“ beim ATC. 

Von dieser Form des Lernes 
erfuhr ich erstmals über eine 
Zeitschriftenanzeige und im 
Online-Forum. Wohl hatte ich einen 
längeren Anfängerkurs besucht, 
aber daheim stand ich eigentlich 
stets vor denselben Fragen:  Wie 
werden Schatten angelegt, wie 
brusht man Steine, wie bekommt 
man eine Tiefenwirkung, und 
und und. Das Wissen aus der 
Schulzeit ist unsäglich verblasst, 
und nur mit stundenlangem 
Bildergalerien anschauen wuchs 
die Schlauheit auch nicht. Ich wollte 
nochmals von vorne anfangen 
und sandte meine Anfrage 
an die Fernschule. Die ersten 
Infos waren vielversprechend. 
Ausbildungsinhalte sollten u.a. 
sein: 

Farblehre, Spritztechniken, Schablonen-
, Maskier-, und  Freihandtechnik, 
Darstellung verschiedenster 
Oberfl ächenstrukturen (u.a. Holz, Wasser, 
Himmel, Felsen, Marmor, Feuer, Laub, 
Lack, Chrom usw.),  Fotorealistische 

 

Darstellung von Pfl anzen  und  Tieren, 
Fantasy- und Comicdarstellungen, 
Technische Illustrationen wie 
z.B. Kraftfahrzeugdarstellungen.“

(vgl. Studienhandbuch ATC, Neukirchen)

.

 

Wie wollen die das innerhalb 6-

9 Monaten machen? fragte ich 

mich. Die Neugier wuchs, die 

Skepsis blieb noch, zumal ich ja 

bereits die Vorteile eines „realen 

Lehrer“ kennen- und schätzen 

gelernt hatte. Es siegte die 

Neugier und ich meldete mich 

an, schliesslich hat man ja auch 

ein Rückgaberecht. Heiligabend 

kam das ersehnte Paket. Inhalt: 

6 Lehrhefte, 6 Begleithefte, eine 

Basissatz Farben, Reiniger und 

Leerfl aschen.  Natürlich  blätterte 

ich sofort alles durch. Die 

Unterlagen wirkten professionell, 

seriös und mit steigender Nummer 

anspruchsvoll. Ich fand viele 

Antworten auf meine Fragen, das 

wollte ich erlernen. 8 - 10 Stunden 

ungefährer Zeitaufwand pro Woche 

schien mir etwas viel, aber gerade 

noch machbar und den Preis von 

546.- (525.- innerhalb EU) fand ich 

in Ordnung.

Na ja, Theorie und Praxis sind 
bekanntlich nicht dasselbe. War ich 
im Vorfeld noch der Meinung, die 
Aufgaben von Teil 1 “mal schnell” 
erledigen zu können, wurde ich bald 
eines Besseren belehrt. Natürlich 
ist meine bisherige Erfahrung 

 

mit gut 4 Monaten airbrushen 
nicht gross, aber dass es nicht 
mal ausreichte, das anfangs 
besagte Wort zu schreiben, war 
deprimierend. Aber, und das 
ist ein grosser Vorteil, dadurch, 
dass man von Beginn an alle 6 
Ausbildungshefte besitzt, weiss 
man auch, wohin man kommen 
könnte. So übte ich weiter und 
weiter, bis es meiner Meinung nach 
gut aussah - das Wort “Airbrush“, 
leserlich und mit auslaufendem 
Anfangs- und Endsprühstrahl. Ob 
es genügt, wird sich noch zeigen, 

diese sogenannten Lernkontrollen 
muss man einschicken und sie 
werden korrigiert zurückgesendet.

Mit einigen Sprühübungen  und 
dem Erstellen von Farbverläufen 
ging es dann weiter. Diese sollten 
“streifen”- und “wolken“frei sein. 
Bald sah ich nur noch selbige. Die 
nachfolgende  Anfertigung von 

 

Farbkreise war dann geradezu 
beruhigend. Erstmals mussten 
Farben gemischt werden, und das 
auch noch direkt auf dem Papier, 
also nicht in der Pistole. Was das 
bringt? Ein erweitertes Verständnis 
für Farben, mehr Feingefühl im 
Umgang damit. Gegen meinen 
“Matscheffekt” (alles sieht irgendwie 
dreckig aus) wirkt es recht gut. 

Zum Abschluss des ersten 
Teiles sollten dann noch 19 
Farbkarten erstellt werden. Zur 
Anwendung kamen verschiedene 
Farbmischtechniken. Drei 
verschieden Rottöne wurden z.B. 
mittels einer vorgegebenen Tabelle 
direkt in der Pistole gemischt. 
Soweit so gut. Ich sah dann 3 
mal dasselbe Rot, bestenfalls 
ein blasseres und ein kräftigeres. 
Na ja, vielleicht lag es am Licht. 
Oder es ist etwas schiefgelaufen. 
Das ist einer der Nachteile des 
Fernlernens - es ist niemand 
da, der einem sofort sagt: “das 
ist in Ordnung”  oder “mach es 
nochmals”. Ich warte jetzt mal 
wieder auf Post und dann werde 
ich auch diese  Antwort erhalten.

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foruMssss

Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

“Von Null bis...” - Fortsetzung

Fazit bis jetzt:

 

Der Lehrgang ist sehr gut 
aufgebaut. Gerade auch als 
Anfänger erhält man viele 
zusätzliche Informationen, z.B. 
über Arbeitsplatzgestaltung, 
v e r s c h i e d e n e 
Vergrösserungstechniken, Umgang 
mit der Pistole und Farben usw.  
Bis jetzt bin ich begeistert und 
freue mich auf den nächsten Teil. 
Allerdings brauchte ich zuerst mal 
eine Pause und habe ein paar 
andere Bilder gemacht.

Wer sich auch dafür interessiert, 
kann an atc-airbrush@vr-web.de 
mailen oder die Internetadresse 
fernschule-des-atc.de besuchen 
(bei mir funktionierte diese 
allerdings noch nie).

Airbrush-Nägel 

In Deutschland ab Ende März 2003 

Mit diesem Fernlehrgang können 
Sie die Airbrush-Technik für den 
Bereich Nail Design
 erlernen 
und ein Zertifi kat 

erlangen.

Wie die Abbildung zeigt, erhalten 
Sie ein ausführliches Lehrvideo, 

die NAIL TRAINER-Übungshand 
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Vorankündigung

1. Kunstforum Ingolstadt

17. & 18. Mai 2003

Paarhalle Reichertshofen

Ausstellung der darstellenden 
Kunst aus den Bereichen wie 
Aquarell, Airbrush, Ölmalerei 
usw. usw. Großes Rahmenpro-
gramm in und vor der Halle. Die 
Ausstellerplätze sind begrenzt 
- eine frühzeitige Reservie-
rung wird dringend empfohlen!

Organisation und künstlerische 
Leitung sowie Moderation der 
Veranstaltung:

Peter Wiesseckel, NetWelt 
IC/AKD Reichertshofen und Ingo 
Körner, Fenris Airbrushart Oels-
nitz.

Standgebühren: Ab 25 € p. qm 
inkl. Stellwände, Tisch und Be-
stuhlung

Informationen erhaltet Ihr di-
rekt bei uns unter 08453 / 33 
69 33 oder per eMail unter 
kunst@netwelt.net.

„Forumssss“ - Gewinnspiel

Beantwortet einfach folgende Frage:

Seit wann gibt es forum-airbrush.de?

und gewinnt eine IWATA HP-CRI die uns freundlicherweise von 
Geckler Airbrush in Uhingen für dieses Gewinnspiel zur Verfügung 
gestellt wurde.

Wie‘s geht?   

  ________________________________________  

Ganz einfach: Da wir ein Online-Forum sind braucht ihr noch nicht 
mal ne Karte zu schreiben - einfach ein eMail an kunst@netwelt.net 
in deren Betreff Ihr bitte „Forumssss Gewinnspiel“ schreibt. Dann 
einfach in den Text „Das Forum besteht jetzt seit „?“ Jahren“ 
und eure vollständige Adresse nicht vergessen. Einsendeschluß 
ist der 25. Februar 2003, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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foruMssss

Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

Ein Interview mit Iris Fanderl aus Ingolstadt

Für ettliche unter euch ist Iris ja bereits keine Unbekannte mehr. Ob beim Forum-

Treffen, auf der Airbrush-Messe in Passau oder bei verschiedenen anderen Events - oft 

ist die Power-Frau aus Ingolstadt mit ihrem meist recht fröhlichen und sympatischen 

Erscheinungsbild zu fi nden. Grund genug für uns Iris einmal ein bisschen auszuquetschen und euch etwas näher 

vorzustellen.

forumsss:

 Hallo Iris! 

Du hast jetzt also als 
erster Künstler die 
Ehre bekommen etwas 
über dich erzählen 
zu müssen. Fangen 
wir mal bei deinen 
Ursprüngen an – ich 
könnte mir denken 
dass du nicht gleich mit 
der Gun in der Hand 
geboren wurdest.

Iris:

 Nein, da hast 

du recht! Aber 
künstlerisch war meine  
Karriere  schon von 
Anfang an geprägt. 
1981 habe ich mit 
15 Jahren eine Lehre als Kirchenmalerin bei der 
Firma Pfaller begonnen (der begabte Leser kann ja 
jetzt mal ausrechnen wann ich geboren wurde). Dort 
hab ich auch bis 1999 als Kirchenmalerin gearbeitet.

forumsss:

 Wie muss man sich das denn 

vorstellen – was genau hast du da alles angestellt?

Iris: 

Na ja, angestellt hab ich viel, aber gearbeitet 

hab ich auch ein wenig. Meine Hauptaufgabe war 
das Restaurieren von Altären und kirchlichen Figuren.

forumsss:

 Also, auch arbeiten mit Blattgold?

Iris: 

Richtig. Ich versuche auch immer wieder einmal diese 

handwerklichen Eigenschaften in meine Airbrush-Arbeiten 
einzubinden… allerdings war das bisher nur ein Versuch.

forumsss:

 Gut, jetzt erzähl uns mal wie du zu dem 

geworden bist wofür man dich heute so schätzt.

Iris: 

1998 hatte ich einen schweren Motorradunfall, 

nach dem sich die Arbeit in den doch recht zugigen 
Kirchengemäuern als nicht gerade unkompliziert 

herausstellte. Da beginnt dann der große Prozess des 
Umdenkens. Da ich aber weiter im künstlerischen Sektor 
tätig sein wollte habe ich einen Schnupperkurs im Airbrushen 
belegt – und wohl genau das richtige für mich gefunden.

forumsss:

 Wie wir wissen hast du ja jetzt dein  Hobby  zu 

deinem Beruf gemacht. Nun ist es ja nicht so dass jedem 
ein solches Glück und Talent zur Seite steht. Wie hast 
du dich auf deinen eingeschlagenen Weg vorbereitet?

Iris:

 (lacht) Ein geduldiger Ehegatte der noch dazu 

handwerklich begabt ist kann schon eine große Hilfe sein. 
Im Frühjahr 1999 haben wir bei uns auf dem Dachboden 
ein kleines Atelier für mich gebaut, mit allem was das Herz 
begehrt: Strom, Licht, Heizung und einem Abzug für den 
Farbstaub. Wenn ich mich schon Selbstständig mache 
wollte ich schon auch eine professionelle Arbeitsumgebung 

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Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

haben, in der ich in Ruhe 
meinen Sachen widmen kann.

forumsss:

 …abgeschieden 

von Tochter und Mann – endlich 
Ruhe! Was hast du denn alles in 
die Wege geleitet um dir in der 
Szene einen Namen zu machen?

Iris:

 Ich hab 2000 bei der ATC 

mein Fernstudium in absolviert, 
quasi als  Grundstock . Leider 
hat es noch ein wenig gedauert 
bis der Knoten geplatzt ist.

forumsss:

 Wieso? Du hattest 

doch bereits 2001 deinen ersten 
Auftritt auf der Passauer Messe, 
oder? Du solltest doch Live auf 
der Bühne einen deiner Akte 
machen – einige deiner Akte 
werden ja, so viel ich gehört 
habe, auch von Deutschlands 
Größen der Szene bewundernd 
zu Kenntnis genommen.

Iris:

 (stolz) Ja, damals hatte ich 

in Passau 15 Minuten Zeit um einen Akt auf der Bühne zu 
brushen. Da war ich aber noch weit von dem entfernt was 
ich heute mache. Ich sage es mal so: nach der Messe habe 
ich meine  ersten Gehversuche  gewagt: Der Löwe war in 
der Tat das erste Tier an dem ich mich versucht habe.

forumsss:

 Akte, Tiere 

Portraits – was du anpackst 
scheint zu funktionieren.

Iris:

 Mal sehen wie es weiter 

geht. Auf der letzten Passauer 
Messe habe ich mit Ingo Körner 
und Bruno Facheris live auf der 
Bühne den Löwen-Dreiteiler 
erstellt. Danach hab ich mich 
an Portraits versucht. Zu erst 
kam meine Tochter, dannSean 
Connery und Marilyn Monroe. 
Ich sag einfach das man alles 
mal probiert haben muss.

forumsss:

 2002 scheint 

überhaupt ein gutes Jahr für 
dich gewesen zu sein: Der 
Titel  Internationaler Deutscher 
Meister im Textildesign  sowie 
ein weiterer erster Platz im Fort
geschrittenenwettbewerb waren 
dir nicht zu nehmen. Ich habe 
gehört, dass du Wert darauf 
legst deine Bilder frei hand zu 
brushen. Ist da was wahres dran?

Iris:

 Richtig. Mit meinem Mantel Die 24h von Le Mans 

scheine ich Eindruck geschunden zu haben. Ich bin auch 
schon von Audi kontaktiert worden – jetzt wird er in einer der 
nächsten Ausgaben der Audi-Zeitschrift abgebildet sein.

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Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

Das mit dem Frei-Hand-Brushen ist auch richtig. Ich 
zeichne mir meine Motive zwar vor, aber gebrusht 
wird ohne Masken und doppeltem Boden. (lacht)

forumsss:

 Noch kurz zu 

deiner Arbeit – was genau 
bietest du der Welt?

Iris: 

Neben normalen 

A u f t r a g s a r b e i t e n 
gebe ich auch Kurse 
im Bereich Anfänger 
und Fortgeschrittene. 
Besondere Freude macht 
es mir, mit Ingo Körner 
als Gastdozenden ab 
März auch Schulungen 
zu den  Themen 
„Bildaufbau“, „Darstellung 
von Tieren“ und 
„Oberflächenstrukturen“ 
in meinem Atelier für 
den bayerischen Raum 
anbieten zu können.

forumsss: 

Nun, verrate uns doch zu guter letzt noch was 

du in Zukunft geplant hast. Worauf dürfen wir uns freuen?

Iris:

 Alles wird natürlich noch nicht verraten, aber 

ich werde versuchen die ein oder andere Collage 
nach meinen Vorstellungen anzufertigen. Also ein 

Bild, das sowohl mit der Gun als auch mit echtem 
Stoff und Blattgold bearbeitet wird. Ein Motiv habe 
ich schon im Kopf, jetzt muss es da nur noch raus.

forumsss: 

Gut, dann wollen wir dir alles Gute für 

die Zukunft wünschen. Wir sind schon gespannt was 
uns alles erwarten wird! Wir danken für das Interview.

Iris:

 Dafür nicht – für etwas Kaffee 

und Brötchen mach ich doch fast alles.

Infos & Kontakt:

ARTelier Iris Fanderl

Tiefwiesenweg 8
8051 Ingolstadt
Tel.: 0841 - 97 11 773
Fax: 0841 - 97 11 774

eMail: iris@airis-online.de

WWW: www.airis-online.de

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Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

Von Hermann W. Tesmer

Viele Airbrusher haben so ihre liebe Not mit der 
Farbe Weiß. Sie soll hervorragende Deckkraft bei 
gleichzeitiger müheloser Spritzfertigkeit besitzen 
und sich bei Bedarf mit Wasser verdünnen lassen. 
Die Deckkraft wird durch einen sehr hohen Anteil an 
Farbpigmenten erreicht, was aber meist auf Kosten 
der Spritzfähigkeit mit einer Airbrush-Pistole geht. 
Dagegen hilft natürlich ein Verdünnen der Farbe 
mit Wasser, was wiederum zu einer abnehmenden 
Deckkraft führt. Aus einem  deckenden Weiß wird 
dadurch ein transparentes Weiß. Ein Teufelskreis?

Ja und Nein. Es kommt eben auf die Farbe an. Jeder 
Hersteller hat seine eigene Rezeptur für Weiß, was zu 
unterschiedlichem Verhalten der Farbe führt.
Ich möchte hier nun meine aus eigener Erfahrung 
gemachten Favoriten kurz vorstellen und Euch zu eigenen 
Versuchen ermuntern (der eigene, subjektive Eindruck 
für´s Handling spielt eben auch eine große Rolle):

Schmincke Aerocolor Weiß (auch die Plus-Serie)

Wohl bei den meisten das erste Weiß, mit dem sie zu 
tun haben. Nach unzähligen Versuchen stellt man fest, 
daß dieses Weiß zunächst sehr gut funktioniert. Nur wird 
man nach einiger Zeit bemerken, daß das Handling immer 
schlechter wird und man schon sehr viele Schichten 
sprühen muß, bis man eine richtige Deckung erreicht. 
Hinzu kommt, daß jede neue Farbfl asche irgendwie eine 
andere Deckkraft besitzt. Mal ist sie halbwegs ausreichend, 
mal einfach viel zu schwach und die Farbe neigt selbst im 
unverdünntem Zustand zum Laufen und Nässen.
Mein Fazit:
Heutzutage gibt es bessere Weiß auf Acrylbasis, was sonst 
für die exzellenten Farben aus dem Hause Schmincke gilt, 
kann man über das Weiß nicht sagen. Finger weg!

Lukas Illucolor Weiß bzw. Superweiß

Ein Weiß, mit dem man eigentlich gut zurecht kommt. 
Es gibt zwei Ausführungen, ein halbtransparentes 
Weiß (Illucolor Weiß) und ein sehr pigmenthaltiges, 
deckendes Weiß (Illucolor Superweiß). Ich selbst 
habe mit dem Superweiß lange Zeit gearbeitet, es läßt 
sich mit den Aerocolor-Farben von Schmincke ohne 
Probleme mischen (wie auch die nachfolgenden Weiß 
der anderen Hersteller). Allerdings könnte die Deckkraft 
im unverdünntem Zustand noch höher sein. Was mir auch 
noch mißfällt ist der unangenehme Geruch der Farbe beim 
Sprühen. Für die Spritzfähigkeit und Deckkraft würde ich 
nach Schulnotensystem eine 2 vergeben.

Hansa Aero-pro Weiß Opaque

Hohe Deckkraft bei gleichzeitig sehr gutem Spritzverhalten, 
auch unverdünnt – dies ist meine erste Wahl in Sachen Weiß 
für die Airbrush. Diese Farbe erfüllt alle Anforderungen, 

die ich an ein Weiß stelle. Ich sprühe das Hansa-Weiß 
unverdünnt durch eine EFBE A mit 0,15 er Düse oder 
der Sotar 20/20 (mit ähnlich großer Düse) bei ca. 1 Bar 
Luftdruck, und zwar ohne Probleme. Aber auch verdünnt 
mit Wasser als transparentes Weiß verhält sich die Farbe 
absolut kontrolliert und man kann mit der entsprechenden 
Verdünnung sehr feine, homogene und hochtransparente 
Farbschichten Sprühen. Die Zugabe von Alkohol (um 
bei hohen Verdünnungen mit Wasser die Trockenzeit 
erheblich zu reduzieren) bereitet keine Schwierigkeiten 
und beim Mischen mit Schmincke Aerocolor erhält man 
problemlos eine deckende Farbe (für ein Arbeiten in der 
Opaque-Technik bzw. Color-Buffer-Theorie).
Meine Benotung: 1+

Illuma Air Weiß

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, mit diesem Weiß 
zu arbeiten und ich muß sagen: ich bin absolut positiv 
beeindruckt. Die Fa. Geckler aus Uhingen hat mit diesem 
Weiß einen Volltreffer gelandet. Es steht dem Hansa-Weiß 
ebenbürtig gegenüber. Das Handling entspricht in etwa 
dem vom Hansa-Weiß. Der Vorteil dieser Farbe ist die 
problemlose Verfügbarkeit (der Hersteller ist quasi vor Ort 
bzw. kann in kürzester Zeit eine Bestellung verschicken) 
und die lückenlose Einreihung in das Illuma Farbsystem, 
d.h. ich kann mit dem Eraser aus dem gleichen Hause 
die Farbe rückstandslos wieder entfernen. Wer allerdings 
glaubt, daß dadurch die Haftfähigkeit beeinträchtigt wird, 
der irrt gewaltig. Ich habe noch nie eine so gut haftende 
und wiederstandsfähige Farbe für Airbrush gesehen 
wie die Illuma Air. Gerade auf glatten Untergründen wie 
Glas, Metall etc. spielt die Farbe ihre Eigenschaften voll 
aus. Nicht zuletzt sei noch erwähnt, daß das Weiß beim 
Überlackieren mit 2K-Klarlack ein Weiß bleibt und das 
Mischen mit Aerocolor von Schmincke stellt natürlich auch 
kein Problem dar. Wer mehr über diese Farbe wissen 
will, der sollte Hr. Geckler kontaktieren. Wer ihn bereits 
aus dem Forums-Treffen bzw. von Messen her kennt, der 
schätzt sein enormes Wissen im Bereich Farbe. Die Farbe 
ist meine erste Wahl bei Custom-Painting und schwierigen 
Untergründen, das Weiß setze ich auch bei meinen 
Illustrationen ein.
Wie das Hansa-Weiß: 1+

Dies sind meine Eindrücke von den Weiß, mit denen 
ich zu tun hatte bzw. habe. Es gibt sicher noch viele 
andere Farbenhersteller wie z.B. Createx, hier seid nun 
ihr wieder gefordert. Macht Eure eigenen Versuche und 
Erfahrungen und teilt sie den vielen Forums-Leserinnen 
und –lesern doch mit. Jeder hat ein eigenes, persönliches 
Gespür für´s „richtige“ Handling, wenn ich mit einer Farbe 
zufrieden bin muß das nicht automatisch für alle anderen 
Künstler gelten. Das Malen ist eine sehr individuelle und 
faszinierende kreative Ausdrucksweise und jeder hat so 
seine ganz speziellen Vorlieben in Bezug auf Farben.
Viel Spaß beim Ausprobieren,

Weiß oder nicht Weiß

Weiß

?

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Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

IllumaAir 

Eine Airbrushfarbe wie jede andere und trotzdem 
ganz anders!

Ein Widerspruch? Nein, mit der von Airbrush 
Geckler hergestellten Airbrushfarbe IllumaAir 
können Airbrusharbeiten so ausgeführt werden wie 
es von anderen Farben 
bekannt ist. Über die 
geradezu revolutionären 
Z u s a t z e i g e n s c h a f t e n 
berichten wir später.

Was ist an dieser Farbe 
im herkömmlichen 
Arbeitsbereich so 
anders? Diese Farbe 
auf wasserverdünnbarer 
Spezial-Acrylbasis kann 
für alle harten Untergründe 
eingesetzt werden. Ob auf 
Glas, Kunststoff, Metall, 
Hochzeitskerzen, Papier, 
Karton, Stein . . . beweist 
diese Farbe ihre extrem gute 
Haftung. Wo es mit mancher 
Farbe zu Problemen kommen 
kann, IllumaAir zeigt seine 
Stärken deutlich. IllumaAir 
trocknet sehr schnell und 
klebefrei auf. Somit kann 
problemlos schon nach 
kürzester Zeit maskiert werden. Die superfeinen, 
hoch lichtbeständigen Pigmente gewährleisten 
eine Verarbeitung auch mit feinsten Düsen. 
Die transparenten Farbtöne ergeben ein wunderbar 
feines Spritzbild. Schon mal Ärger mit einem 
„Weiß“ gehabt? Bei IllumaAir ist das Weiß auch bei 
feinsten Refl exen oder Linien sofort als deckendes 
Weiß zu erkennen. Der hohe Bindemittelgehalt 
erlaubt eine sehr starke Verdünnung, je nach 
Bedarf. Trotz der guten Haftung lässt sich die 
Farbe auf Papier oder auf Leinwand gut radieren. 
Im traditionellen Custombereich bekommt 
IllumaAir genauso mit einen hochwertigen 2K-
Klarlack-Schutzüberzug wie andere Farben auch.
Die Airbrushfarbe IllumaAir ist in 23 Transparenten- 
9 Opaken Farbtönen, 5 speziellen Hauttönen, 
5 verschiedenen Metalliczusätzen und 3 
farblosen Zusätzen / Überzügen erhältlich. 

So weit so gut. Wer den Hersteller dieser Farbe, 
Reinhard Geckler persönlich kennt, weiß dass 

da mehr kommen muß. Mit normalem ist Geckler 
(fast) nie zufrieden ( er stuft sich selbst ja auch 
nicht unter normal ein ). Habt Ihr schon einmal eine 
Airbrusharbeit auf ein frisch eingewachstes Fahrzeug 
gebrusht? – Warum nicht? IllumaAir hält! So, nun sind 
wir in der Abteilung „fast Münchhausen“. Wenn Ihr 
mal für ein paar Wochen oder Monate ein Kunstwerk 
auf einem glatten Untergrund haben wollt, IllumaAir 
hält ohne vorherige Entfettung oder Anschleifen. 
Einfach Kunstwerk aufbringen, danach mit IllumaAir 

Klarlack überlackieren. 
Nach guter ( aber wirklich 
guter! ) Trocknung könnt 
Ihr mit dem Kunstwerk 
getrost durch die 
nächste Waschanlage 
fahren. Das Kunstwerk 
bleibt erhalten. 

Wenn Ihr aber gerne ein 
anderes Kunstwerk auf 
Eurem Untergrund wollt, 
kein Problem. IllumaAir 
lässt sich mit einem 
speziellen „Ersaer“ 
eingestrichen innerhalb 
weniger Minuten wieder 
rückstandsfrei entfernen. 
Geckler hat dies schon 
in verschiedenen 
F e r n s e h s e n d u n g e n 
vor großem Publikum 
e i n d r u c k s v o l l 
demonstriert. Im ZDF-

Fernsehgarten wollte es die anwesenden Besucher 
nicht wahr haben, konnten sich aber selbst staunend 
von dieser einmaligen Möglichkeit überzeugen. 
Mit dem Eraser-System lassen sich auch spielend 
einfach interessante Pinstriping-Arbeiten, Logos und 
noch mehr machen. Dies alles hier zu beschreiben 
würde bestimmt den Rahmen sprengen. Wir wollen zu 
einem späteren Zeitpunkt diesem Thema einen extra 
Bericht widmen. IllumaAir ist eben eine Airbrushfarbe 
wie jede andere und trotzdem ganz anders.

Händlernachweis:

Geckler Airbrush Uhingen
Römerstraße 74
73066 Uhingen
Tel.: 07161 - 13376
Fax: 07161 - 13377

www.topair.de

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Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

Airbrushlehrbücher für Anfänger

Eine Reihe von Manfred Sallinger

Über 17 Jahre hatte ich im Kfz-Handwerk verbracht und war in meiner Tätigkeit als Meister und Ausbilder sehr oft 
mit Lehrmitteln und –büchern beschäftigt. Als Mitglied und Prüfer des Gesellenprüfungsausschusses unserer Innung 
konnte ich immer wieder feststellen, dass Lehrbücher manchmal leider nur Leerbücher waren und sie nicht das 
vermitteln konnten was sie sollten. Da ich selber immer wieder mit Prüfungen konfrontiert war, z.B. Meisterprüfung, 
Betriebswirt, Unternehmerprüfung des Transportgewerbes, Privatpilotenlizenz, habe ich mich sehr oft über Sinn oder 
Unsinn so mancher Lektüre gefreut bzw. geärgert.

Ein Neuling im Airbrushbereich, der nicht an einem Kurs teilnehmen kann, was ich absolut empfehlen würde, ist auf 
gute erklärende Literatur angewiesen, wenn er in dieser Technik vorankommen möchte und später seine eigenen 
Kunstwerke schaffen will. Doch auch in Kursen ist der „Ausbilder“ gefordert, den Neulingen die Airbrushtechnik mit 
sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen nahe zu bringen und das Ganze nicht nur als Nebenerwerb zu sehen. Es 
ist nicht jedem gegeben, auch wenn er noch so beeindruckende Bilder schafft, dies auch an andere weiterzugeben.

Ich stelle hier somit Bücher vor, die ich selbst besitze und gelesen bzw. durchgearbeitet habe. Ich beschränke mich 
damit auch nicht nur auf den reinen Airbrush sondern auch auf Zeichnen und Malerei, immer mit der Voraussetzung 
es aus der Sicht eines Autodidakten zu betrachten. 

Ich möchte auch darauf hinweisen, dass sich mein Beitrag auf meine persönliche Sichtweise und Auswahl beziehen, 
man kann durchaus anderer Meinung sein, ich möchte Anfängern mit nicht zu großem Geldbeutel nur eine 
Hilfestellung geben, um sich den einen oder anderen Euro zu sparen. Man darf auch nicht vergessen, dass viele der 
Bücher und Hefte schon älter sind und den aktuellen Stand dem Zeitpunkt des Erscheinens wiedergeben.

Beginnen möchte ich mit der Reihe

Airbrush – Technique 1 bis 8 :

Die Idee dieser praktischen Reihe 
ist gut, aber für einen Anfänger 
nur wirklich nachvollziehbar, 
wenn er mit den in dieser Reihe 
angegebenen Farben Dia Dye 
arbeitet oder eben entsprechende 
Grundlagen der Farbenmischung 
vorhanden sind.
Sehr gut sind die vorbereiteten 
Zeichnungen auf heraustrennbaren 
Zeichenblättern, man spart sich 
die Arbeit der Vorzeichnung. Da 
die Erklärungen in mehreren 
Sprachen sind, die Ausgaben sind 
in etwa der Dicke einer Zeitschrift, beschränkt sich die 
deutsche Ausführung doch auf sehr wenige Seiten.

Band 1 Grundkenntnisse:

Auf Seite 1 fi ndet man einer grundsätzliche Erklärung 
über den Umgang mit Airbrush und Arbeitsgeräten, die 
nachfolgenden Seiten das gleiche eben in verschiedenen 
Sprachen, was sich durch die ganze Reihe so fortsetzt. 
Weiter geht es dann mit der praktischen Ausführung 
von Linien mit verschiedenen Abständen. Neben 
dem gedruckten Beispiel besteht die Möglichkeit der 
praktischen Ausführung und Vergleich.
Weiter geht es mit Flächen, Kugeln, Würfel, Pyramide und 

einer hochgeklappten Ecke. Zum Schluß wird noch eine 
Banane als Abschlussarbeit gebrusht.
Von allen Büchern dieser Reihe fi nde ich diese Ausgabe 
noch als die Beste, denn die Erklärungen sind verständlich 
und nachvollziehbar. Durch den direkten Vergleich mit 
dem gedruckten Beispiel ist eine absolute Erfolgskontrolle 
vorhanden. Störend empfi nde ich, dass viel Platz durch 
verschiedenen Übersetzungen genommen werden. Als 
Übungsbuch am Anfang für 11,-- € aber auch ein bisschen 
teuer.

Band 2 Metallic-Effects

Ein Goldbarren, ein Eßbesteck und ein glänzender 
Buchstabe sind Aufgaben dieses Übungsbuches. Leider 
kann die Ausführung dieser Arbeiten für einen Anfänger 
mehr Frust als Lust bringen, denn es sind zum Teil sehr 
feine Linien zu schneiden, ohne den Hinweis, dass dies 
auch mit einem Fineliner gemacht werden könnten. Ein 
Hinweis wie man Töne mischt oder eben wie der Goldton 
auch mit anderen als Dia Dye – Farben nachzuvollziehen 
sind fehlt. Die Erklärungen sind manchmal doch recht 
dürftig. 

Band 3 Illustrationen:

Um einmal aufzuzeigen, wo ich das eigentliche Problem 
bei dieser Übungsreihe sehe, werde ich einen Auszug 
bringen, der sich auf die Erklärung einer Illustration 
bezieht:

„Überkleben Sie alles und schneiden Sie einige 

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Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

Blütenblätter aus, die nicht 
direkt nebeneinander liegen. 
Spritzen Sie die Linien, die in 
der Abbildung links schon zu 
sehen sind, danach machen 
Sie weiter nach dieser 
Vorlage.“

Weiter:

„Überkleben Sie wieder alles 
und schneiden nach dem 
gleichen Prinzip weitere 
äußere Blütenblätter aus. 
Spritzen Sie mit Blau, Rosa 
und Schwarz.“

Noch zwei weitere in dieser Art geschriebenen Erklärungen 
mit Bild folgen für diese komplette Illustration einer Blüte.
Da sich diese Erklärungen durch die ganze Reihe ziehen, 
fi nde ich, dass das für einen Anfänger doch etwas dürftig 
ist. 

Band 4 Schriften:

Wer erwartet hier etwas 
über Schriften zu lernen, 
der irrt. Es werden wieder 3 
Möglichkeiten gegeben: Eine 
Schrift als Neonröhreneffekt, 
eine geschwungene Schrift mit 
Schatteneffekt, ein „Danger-
Warnschild“. Alles wieder mit 
den Erklärungen, wie ich sie 
aus Band 3 auszugsweise 
aufgezeigt habe.

Band 5 Glas:

Ein Whiskeyglas mit Eiswürfeln, ein Eierbecher und eine 
Parfümfl asche sind Thema dieses Übungsbuches. Die 
Vorzeichnungen sind bereits vorgefertigt, wie bei allen 
Arbeitsbüchern in dieser Reihe in 3-facher Ausfertigung. 

Band 6 Wasser:

Ein Pärchen in rotem 
Abendlicht im Wasser 
stehend, Ein Tropfen an einem 
Grashalm und eine Sturmwelle 
im Meer sollen das breite 
Spektrum Wasser abdecken. 
In der Einführung gibt der 
verfasser noch an, dass 
dieses Arbeitsbuch noch als 
Römisch Eins einer reihe zum 
Thema Wasser sein sollten, 
jedoch ist es anscheinend bei 
Römisch Eins geblieben.

Band 7 und 8 Gesichter 1 und 2:

Vier Frauengesichter, ein Männergesicht, ein Auge, ein 
Mund und ein Kinderportrait sollen Grundlage der letzten 
beiden Übungsbücher sein. Die Übungen werden dadurch 
eigentlich verunstaltet, dass die Augenpartien stark 
geschminkt sein sollten. Das Thema Haut und Gesicht 
sind meiner Meinung nach überhaupt nicht behandelt. Mit 
Realismus haben diese Ausführungen nur am Rande zu 
tun. 

Fazit:

Ich schätze den Autor dieser Reihe sehr für seine anderen 
Werke. Mit dieser Übungsreihe aber erscheinen mir die 
Erklärungen leider etwas zu dürftig. Für so  sensible 
Themen wie Wasser Transparenz und menschliche 
Haut hätte man sich sicher mehr Mühe geben können. 
Irgendwie erscheinen mir die Arbeitsbücher durch die 
Übersetzungen und ausschließlichem Verweis auf eine 
bestimmte Farbsorte mehr aus kommerziellen Gründen 
entstanden zu sein. Für eine Reihe von Arbeitsbüchern, für 
die man zusammen rund 80,-- € abgeben muß könnte man 
ruhig mehr erwarten. Für den reinen Airbrushanfänger ist 
diese Reihe nicht sinnvoll, da ein Lerneffekt nicht gegeben 
ist, der eigentlich ja zu selbständigerer Arbeitsweise 
führen sollte. Man kann diese Übungen zwar alle 
nachvollziehen, doch manchmal eben nur die praktische 
Ausführung. Ein Neuling oder auch schon etwas geübterer 
Brusher würde sich dann doch zumindest im Bereich 
menschlicher Interpretation wünschen, dass hier näher 
darauf eingegangen wird.

Solange es dieses noch gibt solltet ihr euch das Heft 
„Airbrush für Einsteiger“ Workbook 04 zulegen. Für ca 5,-
- € wird hier ein echter Überblick für den Einstieg in den 
Airbrushbereich und auch etwas darüber hinaus gegeben. 
Sicher kann ein Heft im Zeitschriftenformat nicht alle 
Fragen eingehend beantworten aber es werden diverse 
Techniken wie Materialkunde, Farblehre, Freihandtechnik, 
Übertragen von Vorlagen usw.... aufgezeigt. Wirklich 
empfehlenswert als Einstieg, das Heft hat seinen Namen 
zu recht und zu einem fairen Preis.

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Ausgabe  1 / 03

Wolken - Los !

Von Mario Wolf

Oft ist speziell der Anfänger im Bereich Bildaufbau 
mit komplexen Motiven und Steps leicht überfordert. 
In unserer Anfängerrubrik werden wir versuchen auf 
die Elemantaren Sachen näher einzugehen und so 
vielleicht den Einen oder Anderen schnellen Übungs-
erfolg beitragen können. So ist der Weg zu komplexen 
Übungen vielleicht etwas leichter zu bewältigen. In 
unserer ersten Übung befassen wir uns heute mit dem 
Brushen von Wolken in Freihandtechnik... mehr nicht!

Untergrund: DIN A4 200g/m²
Farben: Schminke und Illucolor

Bereich - Anfänger

Bild 1
Vom oberen Bereich des Blattes zur Mitte hin lege ich 
einen Farbverlauf mit einem mittleren Blauton an.  In 
einer Schlangenbewegung über das Blatt hinaus, verkürzt 
man bei jeder Farblage den Abstand, so dass im oberen 
Bereich 100% Farbdeckung besteht und der untere 
Bereich Weiß bleibt. Um noch mehr Tiefe in den Himmel 
zu bringen, arbeite ich im oberen Bereich mit Cyan noch 
einen Verlauf ein. 

Bild 2
Mit verdünntem Weiß (Illucolor fi nde ich stärker pigmentiert 
und daher geeigneter) skizziere ich nun die Umrisse der 
Wolken. Das Weiß ist bei diesem Arbeitsschritt stark 
verdünnt, um die Form eventuell neu anzupassen oder 
einfach später wieder mit einzuarbeiten. Legt man die 
Umrisse zu deutlich an, wird man den harten Strich später 
sehen. 

Bild 3
Um den Wolken in diesem Stadium mehr Volumen zu 
geben, arbeite ich mit Abstand zum Untergrund leichte 
Strukturen ein. Man sollte versuchen die Wolken zu 
modellieren. Hierfür denke ich mir rechts oben die Sonne 
und versuche die beleuchteten Bereiche der Wolken heller 
auszuarbeiten. 

background image

foruMssss

Das Infoblatt von forum-airbrush.de

Ausgabe  1 / 03

Bild 4
Es fehlt immer noch etwas Volumen in den Wolken. Um 
die Wolken nun nicht voll deckend anzulegen, arbeite ich 
immer noch mit dem verdünnten Weiß. Schicht für Schicht 
wächst die Wolke nun. 

Bild 5
Mit unverdünntem Weiß setze ich an den hellsten Stellen 
am Rand der Wolken noch ein paar Highlights.

Dieser Step ist ursprünglich zur Schilderung im Forum 
entstanden. Er ist für Übungszwecke für Anfänger 
konzipiert und soll die Vorgehensweise demonstrieren, 
sowie zur Freihandarbeit animieren. 

Wir hoffen, dass dieser Step die Eine oder Andere 
Unklarheit ausräumen kann, zum ausprobieren und 
nachmachen einlädt. Ihr dürft uns vom Forumssss 
ruhig auch etwas Feedback speziell zu den 
Anfängersteps geben, damit wie wissen ob wir auf 
dem richtigen Weg sind. Bitte schildert uns auch wo 
ihr immer wieder Probleme habt uns wie wir diese 
Anfängersteps gestalten sollten - wir denken zum 
Beispiel an die Darstellung EINES einzelnen Baums, 
EINES einzelnen Berges usw. usw.

Für euer Feedback sind wir (und sicher viele andere 
Anfänger auch) dankbar, soll das Forumssss ja 
schliesslich bis zu einem gewissen Maß eure 
Bedürfnisse abdecken.

Bild 6
Zum Abschluss dunkle ich die Unterseite der Wolken mit 
verdünntem Neutralgrau etwas ab um noch etwas mehr 
Tiefe in das Bild zu bringen. 
Natürlich gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher 
Wolkenarten und damit verbundene Vorgehensweisen. 
Ich denke jedoch, wenn man die Abdeckung mit losen 
Masken bei Seite lässt, hat man ein breiteres Spektrum 
Wolken am Himmel darzustellen.

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